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Das Transparenzportal für
medizinische Behandlungsleitlinien

Die 3 neuesten Bewertungen von 141 insgesamt

Klicken Sie auf die einzelnen Leitlinien, um detailliertere Informationen zur Bewertung zu erhalten.

Leitlinie Federführende Fachgesellschaft(en) Punkte
(0-18)
Morbus Fabry, Diagnose und Therapie Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) 3
Therapie akuter und chronischer immunvermittelter Neuropathien und Neuritiden Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) 4
Kariesprophylaxe bei bleibenden Zähnen – grundlegende Empfehlungen Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK),
Deutsche Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ)
4
Gut! (11-18)
Achtung! (6-10)
Reformbedarf! (0-5)
Alle 141 Bewertungen

Verteilung der Bewertungen

Median: 6 Punkte

Interessenkonflikte bei Impfempfehlungen

(19.6.2016) Auch wenn formal nicht als solche bezeichnet, kommt der jährlich von der Ständigen Impfkommission des Robert Koch Instituts herausgegebenen Impfempfehlung zweifelsohne der Charakter einer Leitlinie zu – sowohl in der ärztlichen Praxis als auch im juristischen Verständnis.

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Nach Dialog mit der Fachgesellschaft: Leitlinie Zervixkarzinom von gelb auf grün gestuft

(10.7.2016) Die Leitlinie Zervixkarzinom wurde von leitlinienwatch.de zunächst mit 10 Punkten (gelb) bewertet. Nach kritischen Rückmeldungen der Fachgesellschaft wurde deutlich, dass Bonuspunkteursprünglich nicht ausreichend berücksichtigt worden waren. Die erneute Bewertung ergab nun einen weiteren Bonuspunkt, so dass insgesamt 11 Punkte erreicht werden (grün).

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Nachrichten

Medscape berichtet über Leitlinienwatch

(06.10.2016) Das ärztliche Internetportal Medscape hat das Thema Interessenkonflikte bei Leitlinien aufgegriffen. Unter dem Titel Leitlinien auf dem Prüfstand: Noch immer zu starke Querverbindungen zwischen Industrie und führenden Fachvertretern veröffentlicht Medscape ein Interview mit unserem Gründungsmitglied Thomas Lempert, das kürzlich auf dem DGN-Kongress in Mannheim aufgezeichnet wurde.

Der europäische Sunshine-Act: Zahlungen der Pharmaindustrie an Ärzte offengelegt

(26.07.2016) Seit dem 30.6.2016 ist der europäische Sunshine-Act am Netz, also die Offenlegung der finanziellen Zuwendungen der Pharmabranche an einzelne Ärzte, zunächst für das Jahr 2015. Im Unterschied zum amerikanischen Vorbild gibt es jedoch keine zentrale Datenbank, sondern einzelne Dateien für jedes der insgesamt 40 Mitglieder des Europäischen Pharmaverbands EFPIA. Anders auch als in den USA musste jeder Arzt und jede Ärztin der Veröffentlichung zustimmen.

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Leitlinien verschweigen die Geldgeber der beteiligten medizinischen Fachgesellschaften

(14.06.2016) Nur 1% von 290 untersuchten Leitlinien machten im Jahr 2012 Angaben zu finanziellen Beziehungen der beteiligten Fachgesellschaften zur Industrie, obwohl mindestens 63% der Fachgesellschaften solche Beziehungen unterhielten. Dies zeigt die Studie einer kanadischen Forschergruppe, die am 31.5.2016 in PLOS Medicine veröffentlicht wurde.

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Leitlinienwatch.de bei Plusminus

(29.05.2016) Über die Einflussnahme der Pharmaindustrie auf Behandlungsleitlinien und unser Projekt leitlinienwatch.de berichtete das ARD-Magazin Plusminus am 25.5.2016. Hier kann man den Beitrag sehen.

Ärzteblatt: Debatte um Interessenkonflikte bei Leitlinien

(20.03.2016)  

Die Debatte um Interessenkonflikte bei Leitlinien hat das Ärzteblatt erreicht. Den Auftakt machte die Studie von Gisela Schott et al. im Oktober 2015 über die häufigen Interessenkonflikte von Autoren bei S1-Leitlinien. Gisela Schott ist inzwischen Bewerterin bei leitlinienwatch.de. Im Ärzteblatt vom 11.3. erscheinen nun zwei Leserbriefe zum Artikel.

Thomas Lempert, ebenfalls Leitlinien-Watcher, weist auf die aktuellen Reformvorschläge zur Interessenkonflikt-Regulierung in den USA hin sowie auf den deutschen Appell für unabhängige Leitlinien.

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Interessenkonflikte

Ärztinnen und Ärzte brauchen Leitlinien, um ihre Patienten nach der besten wissenschaftlichen Evidenz zu behandeln. Daher dürfen Leitlinien nicht von den kommerziellen Motiven der Arzneimittelfirmen und der Medizinprodukteindustrie beeinflusst werden.

Die ärztlichen Autoren medizinischer Leitlinien sind jedoch häufig mit der Industrie verflochten, beispielsweise durch Beraterverträge, Vortragshonorare und Industrie-finanzierte Studien. Dadurch entstehen Interessenkonflikte, die nicht nur offengelegt, sondern in ihren Auswirkungen minimiert werden müssen.

Oder anders gesagt: Wer für einen Hersteller arbeitet, kann nicht dessen Produkte in einer Leitlinie bewerten.

Die 5 Prinzipien

In der internationalen Diskussion kristallisieren sich 5 Prinzipien zum adäquaten Umgang mit Interessenkonflikten heraus: 1-3

  • Offenlegung und unabhängige Bewertung von Interessenkonflikten,
  • Minimierung des Anteils befangener Mitlieder einer Leitliniengruppe,
  • Federführende Autoren ohne Interessenkonflikte,
  • Enthaltung bei Abstimmungen wenn Interessenkonflikte bestehen
  • Internet-basierte Diskussion des Leitlinienentwurfs durch die Fachöffentlichkeit und Patienten
  1. AWMF, Empfehlungen der AWMF zum Umgang mit Interessenkonflikten bei Fachgesellschaften, 2010
  2. Council of Medical Specialty Societies, Code for Interactions with Companies, 2011
  3. Institute of Medicine, Clinical Practice Guidelines We Can Trust, 2011

Das Projekt

Die deutsche Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) verlangt bisher nur die Offenlegung der Interessenkonflikte und empfiehlt befangenen Autoren die Enthaltung bei Abstimmungen. Derzeit entwickelt die AWMF ein neues Regelwerk, das unseren Vorschlägen wahrscheinlich sehr nahe kommen wird.

Das Projekt leitlinienwatch.de bewertet Leitlinien nach diesen 5 Kriterien, um die Erwartungen der Ärzteschaft und der Gesellschaft an die unabhängige Erstellung von Leitlinien auszudrücken. Leitlinienwatch.de will gute und verbesserungswürdige Beispiele aufzeigen.

Bewertung

Unsere Bewertungen werden von zwei Gutachtern erstellt, davon ist mindestens eine(r) Arzt oder Ärztin. Grundlage sind die publizierten Angaben zum Umgang mit Interessenkonflikten in der jeweiligen Leitlinie und im begleitenden Leitlinienreport (www.awmf.de).

Wir informieren die verantwortlichen Fachgesellschaften von jeder neuen Bewertung und geben Gelegenheit zu einer Selbstbewertung und Kommentierung.

Kriterien der Bewertung

Zu den bewerteten Leitlinien

Bitte unterzeichnen Sie unseren Appell für unabhängige Leitlinien, der sich an die deutschen medizinischen Fachgesellschaften und die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften richtet.

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