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Nachrichten

Der ärztliche Meinungsführer und das große Geld

(02.03.2018) Die Paradise Papers bringen es an den Tag: Nicht nur Politiker, Unternehmer und Promis, sondern auch Ärzte verbergen zweifelhafte Gelder auf Auslandskonten. Am Beispiel eines deutschen Kardiologen beleuchtet die Süddeutsche Zeitung das Verschweigen und Verleugnen massiver Interessenkonflikte ärztlicher „Meinungsführer“.

Leitlinienwatch.de im Deutschen Ärzteblatt

(21.02.2018) Im Ärzteblatt vom 9.2.2018 berichten Gisela Schott (Mezis) und Thomas Lempert (NeurologyFirst, Mezis) über die Arbeit und die Ergebnisse von Leitlinienwatch.de. Hier geht es zum Artikel.

Zahlungen der Pharmaindustrie an Leitlinienautoren: Erkenntnisse aus dem Physician Payments Sunshine Act

(12.12.2017) Seit 2014 werden in den USA die Zahlungen der Arzneimittel- und Geräteindustrie an einzelne Ärzte namentlich offengelegt. Die gesetzliche Grundlage dafür ist der Physician Payments Sunshine Act, der eine international einzigartige Transparenz geschaffen hat, die auch für Studienzwecke genutzt werden kann.

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USA: Nur wenige Leitlinienautoren geben ihre Interessenkonflikte vollständig an

(27.10.2017) Der Physician Payment Sunshine Act hat in den USA zur Offenlegung aller Zahlungen der Industrie an Ärzte geführt. Dadurch wurde ein Abgleich mit den Interessenkonflikterklärungen von Leitlinienautoren möglich. Das traurige Ergebnis: Von den Autoren, die mehr als 5000 $ pro Jahr erhalten hatten, machten nur 11% korrekte Angaben. Für Leitlinienwatch bedeutet dies, dass wir in Deutschland ebenfalls mit verschwiegenen Interessenkonflikten rechnen müssen. Da es hierzulande noch keine verpflichtende Offenlegung der Zahlungen gibt, bleibt das Ausmaß des Problems im Dunkeln.

„Patient ohne Verfügung“ von Matthias Thöns: über die Verirrungen der Medizin am Lebensende

(28.02.2017) Innerhalb weniger Monate ist „Patient ohne Verfügung“ zum Bestseller geworden. Wahrscheinlich hat noch niemand die Vergehen der Medizin an Sterbenden so wissend und treffend beschrieben wie der Palliativmediziner Matthias Thöns aus Witten. Egal ob es um belastende Chemotherapie im Endstadium einer Krebserkrankung, Herzdruckmassage im Sterbebett oder künstliche Ernährung bis zum letzten Atemzug geht: der Medizinbetrieb neigt gerade am Lebensende zur belastenden Übertherapie.

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Reformvorschlag der AWMF zum Umgang mit Interessenkonflikten

(27.12.2016) Bereits im Juni hat die AWMF ihren Mitgliedsgesellschaften neue Regeln für den Umgang mit Interessenkonflikten bei Leitlinienprojekten vorgeschlagen, zunächst als Probeversion für den Praxistest.

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Medscape berichtet über Leitlinienwatch

(06.10.2016) Das ärztliche Internetportal Medscape hat das Thema Interessenkonflikte bei Leitlinien aufgegriffen. Unter dem Titel Leitlinien auf dem Prüfstand: Noch immer zu starke Querverbindungen zwischen Industrie und führenden Fachvertretern veröffentlicht Medscape ein Interview mit unserem Gründungsmitglied Thomas Lempert, das kürzlich auf dem DGN-Kongress in Mannheim aufgezeichnet wurde.

Interessenkonflikte bei Impfempfehlungen

(09.09.2016) Auch wenn formal nicht als solche bezeichnet, kommt der jährlich von der Ständigen Impfkommission des Robert Koch Instituts herausgegebenen Impfempfehlung zweifelsohne der Charakter einer Leitlinie zu – sowohl in der ärztlichen Praxis als auch im juristischen Verständnis . Sie stellt die Grundlage für die Öffentlichen Impfempfehlungen der Bundesländer dar und bildet – laut einem Urteil des BGH aus dem Jahr 2000 – den „medizinischen Standard“ ab (BGH 2000).

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Der europäische Sunshine-Act: Zahlungen der Pharmaindustrie an Ärzte offengelegt

(26.07.2016) Seit dem 30.6.2016 ist der europäische Sunshine-Act am Netz, also die Offenlegung der finanziellen Zuwendungen der Pharmabranche an einzelne Ärzte, zunächst für das Jahr 2015. Im Unterschied zum amerikanischen Vorbild gibt es jedoch keine zentrale Datenbank, sondern einzelne Dateien für jedes der insgesamt 40 Mitglieder des Europäischen Pharmaverbands EFPIA. Anders auch als in den USA musste jeder Arzt und jede Ärztin der Veröffentlichung zustimmen.

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Nach Dialog mit der Fachgesellschaft: Leitlinie Zervixkarzinom von gelb auf grün gestuft

(10.07.2016) Die Leitlinie Zervixkarzinom wurde von leitlinienwatch.de zunächst mit 10 Punkten (gelb) bewertet. Nach kritischen Rückmeldungen der Fachgesellschaft wurde deutlich, dass Bonuspunkte ursprünglich nicht ausreichend berücksichtigt worden waren. Die erneute Bewertung ergab nun einen weiteren Bonuspunkt, so dass insgesamt 11 Punkte erreicht werden (grün).

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