teilen:

Bipolare Störungen

Erscheinungsjahr (Stand): 2012

Klassifikation: s3

Registernummer: 038-018

Federführende Fachgesellschaft(en):
Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. (DGPPN)

Weitere beteiligte Fachgesellschaften und Organisationen: 16

Bewertung durch leitlinienwatch.de

07.11.15


Pkt.

Bewertertungskriterium

2

Transparenz

Eine detaillierte Darstellung der Interessenkonflikte erfolgt ab S.376 der Langfassung der Leitlinie, eine Bewertung der Interessenkonflikte ist nicht ersichtlich. Bei 3 Autoren fehlt dort die Angabe von Namen und Interessenkonflikten.

0

Zusammensetzung der Leitlinien-Gruppe

Von 24 Mitgliedern der Konsensusgruppe sind in der veröffentlichten Leitlinie bei 14 Personen Interessenkonflikte dokumentiert.

2

Unabhängigkeit der Vorsitzenden/federführenden Autoren

Von 2 Koordinatoren und 7 Arbeitsgruppenleitern hatten 7 Interessenkonflikte. Die beiden Arbeitsgruppenleiter ohne Interessenkonflikte waren Psychologen.

0

Enthaltung bei Abstimmungen

Es sind keine Angaben zum Umgang mit Interessenkonflikten bei der Konsensfindung dokumentiert.

2

Externe Beratung der Leitlinie

Eine Reviewgruppe erhielt vor der Veröffentlichung den konsentierten Leitlinienentwurf. Sie hatte die Möglichkeit, auf wesentliche Fehler hinzuweisen und Anregungen für Updates der Leitlinie zu geben (siehe S.28 der Leitlinie).
Die Reviewgruppe bestand aus 28 Fachgesellschaften, Berufsverbänden und Patientenvertretern (Zusammensetzung siehe S. 21 und 22 der Leitlinie).

2

Bonuspunkte für weitere Maßnahmen zur Reduzierung von Interessenkonflikten

Breite Beteiligung von Patienten, Angehörigen, Psychologen, der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft und einem Medizinethiker.
Bildung eines starken Konsenses als deklariertes Ziel (über 95% der Stimmen).
Kritische Diskussion der Einflüsse der Industrie auf die Studienevidenz im Methodenteil.


Erläuterungen zu den Berwertungskriterien

Gesamtpunktzahl

8

Gut! (11-18)

Achtung! (6-10)

Reformbedarf! (0-5)

Kommentar

Die vorliegende Leitlinie zeichnet sich durch ihre hochwertige Methodik, eine plurale Zusammensetzung der Konsensgruppe sowie eine gründliche Evidenzbewertung und Konsensfindung aus. Die Regelungen zum Umgang mit Interessenkonflikten reichen jedoch nicht aus. Angesichts der breitgestreuten Kompetenz in der deutschen Psychiatrie sollte das Ziel einer Autorenmehrheit ohne Interessenkonflikte erreichbar sein. Diese Unabhängigen gilt es zu identifizieren und für die Leitlinienarbeit zu gewinnen.

Hinweis: Die Bewertung wurde sorgfältig auf der Grundlage der publizierten Leitlinie vorgenommen. Wenn Sie einen Fehler bemerken, können Sie uns unter info@leitlinienwatch.de kontaktieren.